Feuchtwiesenfeucht

Kohldistelwiese

Feuchtwiesentyp nährstoffreicherer, oft grundwasserbeeinflusster Standorte.

Standort & Verbreitung

Boden
nährstoffreiche, oft grundwasserbeeinflusste Lehm- und Niedermoorböden
Feuchte
feucht
Verbreitung
Bach- und Flussauen Mitteleuropas, in Deutschland weit verbreitet

Charakteristische Pflanzenarten

Folgende Arten sind typisch für die Kohldistelwiese und werden bei einer Vegetationsaufnahme häufig gefunden. Die Liste ist nicht abschließend, sondern zeigt die wichtigsten Charakterarten.

  • Kohldistel (Cirsium oleraceum)
  • Mädesüß (Filipendula ulmaria)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
  • Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)

Pflegeregime & LV-Bausteine

Mahdtermin
1. Schnitt Mitte Juni bis Anfang Juli, 2. Schnitt September
Frequenz
2× pro Jahr
Schnitthöhe
10-12 cm
Mahdgut
Heu oder Silage
Beweidung
Nachweide möglich, keine Hauptnutzung

Naturschutzwert

In artenreicher Form gefährdet, regional Bestandteil des FFH-LRT 6510 (auf feuchten Standorten).

Ein Leistungsverzeichnis für die Kohldistelwiese erstellen

Naturvergabe übernimmt die richtigen Mahdtermine, Schnitthöhen und Pflegehinweise für die Kohldistelwiese automatisch in Ihr Leistungsverzeichnis — inkl. der oben genannten Vorgaben. Sie zeichnen die Fläche im Karten-Tool, wählen den Wiesentyp aus dem Dropdown und das System generiert die LV-Positionen.

Häufige Fragen zur Kohldistelwiese

Antworten auf die häufigsten fachlichen Fragen rund um Pflege, Schutz und Vergabe für Kohldistelwiese.

  • Wie unterscheidet sich die Kohldistelwiese von der Sumpfdotterblumenwiese?
    Die Kohldistelwiese ist nur feucht (nicht nass) und nährstoffreicher. Die Sumpfdotterblumenwiese ist nasser und magerer mit Quell-/Grundwassereinfluss.
  • Eignet sich Kohldistelheu als Futter?
    Ja, die Kohldistelwiese liefert nährstoffreiches Heu, das traditionell als Rinderfutter genutzt wird.
  • Wann ist der beste Mahdtermin?
    Mitte Juni bis Anfang Juli für den 1. Schnitt — nach der Hauptblüte der Kohldistel und Mädesüß, sodass die Insekten profitieren können.