Grünland-Wiesenfrischbergig

Goldhaferwiese

Bergwiesentyp auf frischen bis mäßig nährstoffreichen Standorten.

Standort & Verbreitung

Boden
frisch, mäßig nährstoffreich, oft auf Verwitterungsböden
Feuchte
frisch
Höhenlage
500-1.200 m ü. NN (Bergland)
Verbreitung
Mittel- und Hochgebirge: Schwarzwald, Bayerischer Wald, Vogelsberg, Rhön

Charakteristische Pflanzenarten

Folgende Arten sind typisch für die Goldhaferwiese und werden bei einer Vegetationsaufnahme häufig gefunden. Die Liste ist nicht abschließend, sondern zeigt die wichtigsten Charakterarten.

  • Goldhafer (Trisetum flavescens)
  • Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Wiesen-Glockenblume (Campanula patula)
  • Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
  • Berg-Klee (Trifolium montanum)

Pflegeregime & LV-Bausteine

Mahdtermin
1. Schnitt Mitte bis Ende Juni, 2. Schnitt August/September
Frequenz
2× pro Jahr
Schnitthöhe
8-10 cm
Mahdgut
Heu
Beweidung
Nachbeweidung möglich

Naturschutzwert

Hoher naturschutzfachlicher Wert, in artenreicher Form als FFH-LRT 6520 (Berg-Mähwiese) geschützt.

Ein Leistungsverzeichnis für die Goldhaferwiese erstellen

Naturvergabe übernimmt die richtigen Mahdtermine, Schnitthöhen und Pflegehinweise für die Goldhaferwiese automatisch in Ihr Leistungsverzeichnis — inkl. der oben genannten Vorgaben. Sie zeichnen die Fläche im Karten-Tool, wählen den Wiesentyp aus dem Dropdown und das System generiert die LV-Positionen.

Häufige Fragen zur Goldhaferwiese

Antworten auf die häufigsten fachlichen Fragen rund um Pflege, Schutz und Vergabe für Goldhaferwiese.

  • Wo wachsen Goldhaferwiesen?
    Goldhaferwiesen sind das typische Bergwiesen-Pendant zur Glatthaferwiese des Tieflands. Sie kommen in Mittelgebirgslagen ab ca. 500 m ü. NN vor.
  • Welche Düngung verträgt eine Goldhaferwiese?
    Geringe organische Düngung (Mistgaben in mehrjährigen Abständen) ist traditionell und mit dem Erhalt vereinbar. Mineraldünger oder Gülle führen zu Artenverlust.
  • Wie unterscheidet sich die Goldhaferwiese von der Bärwurz-Goldhaferwiese?
    Bärwurz-Goldhaferwiesen sind die magere, artenreichere Variante auf nährstoffärmeren Standorten — mit charakteristischer Bärwurz und vielen Magerkeitszeigern.