Grünland-Wiesenmagerbergig

Bärwurz-Goldhaferwiese

Artenreiche, extensiv genutzte Bergwiese auf mageren Standorten.

Standort & Verbreitung

Boden
magere, oft saure Berglandböden
Feuchte
frisch
Höhenlage
500-1.200 m ü. NN
Verbreitung
Bergland mit nährstoffarmen Böden: Schwarzwald, Bayerischer Wald, Erzgebirge, Rhön

Charakteristische Pflanzenarten

Folgende Arten sind typisch für die Bärwurz-Goldhaferwiese und werden bei einer Vegetationsaufnahme häufig gefunden. Die Liste ist nicht abschließend, sondern zeigt die wichtigsten Charakterarten.

  • Bärwurz (Meum athamanticum)
  • Goldhafer (Trisetum flavescens)
  • Schwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum)
  • Bergplatterbse (Lathyrus linifolius)
  • Brockenanemone (Pulsatilla alba) — regional

Pflegeregime & LV-Bausteine

Mahdtermin
1. Schnitt frühestens ab 1. Juli, 2. Schnitt September oder Verzicht
Frequenz
1-2× pro Jahr
Schnitthöhe
8-10 cm
Mahdgut
Heu, Mahdgut zwingend abfahren
Beweidung
Nachbeweidung mit Schafen/Ziegen möglich

Naturschutzwert

Hoher Naturschutzwert, oft Teil von FFH-LRT 6520 (Berg-Mähwiesen).

Ein Leistungsverzeichnis für die Bärwurz-Goldhaferwiese erstellen

Naturvergabe übernimmt die richtigen Mahdtermine, Schnitthöhen und Pflegehinweise für die Bärwurz-Goldhaferwiese automatisch in Ihr Leistungsverzeichnis — inkl. der oben genannten Vorgaben. Sie zeichnen die Fläche im Karten-Tool, wählen den Wiesentyp aus dem Dropdown und das System generiert die LV-Positionen.

Häufige Fragen zur Bärwurz-Goldhaferwiese

Antworten auf die häufigsten fachlichen Fragen rund um Pflege, Schutz und Vergabe für Bärwurz-Goldhaferwiese.

  • Was ist Bärwurz?
    Bärwurz (Meum athamanticum) ist eine ausdauernde Doldenblütlerin der Bergwiesen mit aromatisch riechendem Laub. Sie ist Charakterart magerer, saurer Bergwiesen und auch in der Volksheilkunde geschätzt.
  • Warum ist die Bärwurz-Goldhaferwiese so spät zu mähen?
    Die Mahd ab 1. Juli sichert die Aussamung der charakteristischen Magerkeitszeiger und verträgt die kühle, kurze Vegetationszeit der Berglagen.
  • Welche Düngung ist erlaubt?
    Auf reinen Bärwurz-Goldhaferwiesen ist KEINE mineralische Düngung erlaubt. Bei FFH-Schutz ist auch organische Düngung in der Regel ausgeschlossen.