Referenz · Case Study

Pflege-LV für Park Altona — naturschutzfachliche Vergabe in Hamburg

Innerstädtischer Park mit hoher Erholungsnutzung und gleichzeitig naturschutzfachlichem Anspruch (Wildbienen-Förderung). Die Vergabe musste klassische Verkehrssicherungs-Pflichten (Müll, Hundekot, Wege) mit naturschutzfachlich anspruchsvoller Wiesenpflege kombinieren — und gleichzeitig vergabekonform für die Hamburger Behördenstruktur sein.

Auftraggeber

Bezirksamt Altona, Hamburg

Region

Hamburg-Altona

Projekttyp

Innerstädtischer Park mit Wildbienen-Schwerpunktpflege

Fläche

~ 4 ha (Hauptpark + 1 Sub-Bereich Blumenwiese)

Laufzeit

3-jähriger Pflegerahmenvertrag

Lösung mit naturvergabe

  • Polygon-Erfassung über die Hamburg-Geoportal-WFS-Daten (LGV) — exakte Park-Grenzen mit ~ 4 ha und Sub-Bereich „Blumenwiese" für Wildbienen-Pflege
  • Hierarchische LV-Struktur: Hauptfläche (Park-Standardpflege) + Sub-Polygon (Mosaikmahd, Aushagerung, Wildbienen-Förderung)
  • Auswahl Pflegemaßnahmen pro Polygon: Mahd 2× jährlich auf Hauptfläche, einschürige späte Mahd auf Blumenwiese mit 20 % Rückzugsstreifen
  • Hamburg-Landesmodul automatisch gesetzt: HmbBNatSchAG, BUKEA-Vorgaben, Verweis auf das Landschaftsprogramm
  • Wortlaut „Bezirk Wandsbek" statt „Landkreis" durch dynamisches Label automatisch korrekt
  • Word-Export der Vergabeunterlagen mit Flächenatlas (gezoomte Karten pro Polygon) für die Ausschreibung

Ergebnis

  • Vergabeunterlagen waren in unter 2 Stunden vorbereitet (statt der üblichen 1-2 Tage manueller Arbeit)
  • Naturschutzfachliche Korrektheit durch automatische Übernahme der Wissensbasis-Inhalte
  • Bieter erhielten Online-Bieter-Link mit Live-Berechnung — Submissionen landeten direkt im Preisspiegel
  • Gesamtsumme der Pflegekosten: ca. 43.466 € netto/Jahr (über 3 Jahre = 130.398 €)

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Häufige Fragen zu Park Altona, Hamburg

Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Projekt Park Altona, Hamburg.

  • Welche Besonderheiten hat ein Pflege-LV für einen innerstädtischen Park?
    Innerstädtische Parks vereinen Verkehrssicherungspflicht (Wege, Bäume, Müll), Erholungsnutzung (Mahd-Intervalle, Sichtbeziehungen) und Naturschutz (Wildbienen, Brutvögel) in einer Vergabe. Das LV muss zonal differenziert sein — z. B. intensive Pflege entlang der Wege, extensive Pflege auf Wildbienen-Wiesen.
  • Wie unterscheiden sich die Anforderungen in Hamburg von anderen Bundesländern?
    Hamburg hat das HmbBNatSchAG mit erweitertem Biotopschutz (§ 14: zusätzlich Bracks, Knicks, Feldgehölze) und das verbindliche Arten- und Biotopschutzprogramm (AuBS). Statt „Landkreis" heißt es „Bezirk", die zuständige Behörde ist die BUKEA (statt UNB), Bezirksämter haben starke operative Rolle.
  • Wie baut man Wildbienen-Pflege in eine Park-Vergabe ein?
    Über zonierte Pflegeziele: Reservate-Bereiche mit später, einschüriger Mahd (Blumenwiesen mit hohem Insektenwert), 20 % Mosaikmahd-Streifen pro Schnittgang, Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel, Sand-/Lehmflächen für Bodennister. Im LV als eigene Position mit klaren Mahdterminen und Schnitthöhen.